Frauen und Männer haben immer noch ungleiche Mobilitätschancen.
Hintergrundbericht zum Thema „Genderaspekte und Mobilität“ zum Projekt des Verkehrsclub Österreich VCÖ. Neben empirischen Grundlagen enthält der Bericht konkrete Praxisbeispiele. Die Bedeutung von geschlechterpolitischen Strategien im Verkehrs- und Mobilitätsbereich wird aufgezeigt.
Die ungleichen Mobilitätschancen von Frauen und Männern sind in den
unterschiedlichen Alltagen, die Frauen und Männer haben, begründet. Die Wege, die für Haus-, Familien- und Versorgungsarbeit zurückgelegt werden, sind die wesentlichen Größen bei Unterschieden im Mobilitätsverhalten. Durch die gängige Verkehrsplanung und Verkehrspolitik wird das Unterwegs-Sein mit dem eigenen Pkw unterstützt. Personen, die Wege auch für andere zurücklegen und daher mehr und kürzere tägliche Wege zurücklegen, haben daher tendenziell schlechtere Mobilitätschancen. Diese Benachteiligung
betrifft beispielsweise das Unterwegs-Sein mit Kinderwagen oder Rollstuhl und das Gehen generell.
Ein Gender Gap ist im Verkehrs- und Mobilitätsbereich empirisch feststellbar.